Unserem Max zum Abschied
von Ralf Reißing
Unser Max verläßt uns nun,
wer soll nur seine Arbeit tun?
Wer soll das System verwalten,
all' die Rechner am Laufen halten?
Wer soll all' die bösen Tücken
der Programme überbrücken?
Wer wird nun Geschirr verschleppen,
Quark mit Magnum-Eis aufpeppen,
Nudeln mit viel Käse essen
und hinterher das Spül'n vergessen?
Wird er noch die rote Schüssel missen,
die die Kollegen weggeschmissen,
dort im Luxemburger Land
wo er eine Stelle fand,
wo er dann im Anzug fein,
wird der neue SysOp sein,
und mit seiner Arbeitskraft
der SBG Gewinn verschafft
Keinen Urlaub nimmt er mehr,
liebt er doch die Arbeit sehr.
Überstunden macht er voller Freude,
kennt kein gestern, morgen, heute,
verdient viel gutes Geld dabei,
fühlt sich frisch, fromm, fröhlich, frei.
Wenn er wieder frisch getrimmt,
im Bankerpool die Runden schwimmt,
später in der Sauna sitzt
und dabei ganz herrlich schwitzt,
verzweifelt dann ein Handtuch sucht
und dabei ganz übel flucht,
findet er der Kollegen Gabe,
das Saunatuch, das ich hier habe.
Und wenn er dann mal Hunger hat
und will essen Nudeln satt:
kocht er sie nach diesem Buch,
füllt sich die Küch' mit Wohlgeruch!
Drum lass' Dich jetzt von uns beschenken,
sollst auch immer an uns denken,
wenn Du kochst oder saunierst
oder in den Bildschirm stierst
wir wünschen Dir 'ne gute Zeit,
viel Spaß und viel Zufriedenheit.
Wir kommen, wenn Du uns lädst ein,
nach Luxemburg, denn das wär' fein.